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Die schalltechnische Bewertung eines WDVS unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von der einer einfachen oder zweischaligen Massivwand.
Während bei diesen das Hauptaugenmerk auf das Flächengewicht der Konstruktion fällt und die Schallschutzeigenschaften sich aus diesem Grund im Wesentlichen durch Wandstärke und Steinrohdichte regeln lassen, spielen bei einem WDVS noch weitere Korrekturwerte nicht zu unterschätzende Rollen.
Durch das “Masse-Feder-Masse-Gesetz” besitzt die Thermohaut einen Resonanzbereich, der sowohl zu einer Verbesserung also auch zu einer Verschlechterung der Schalldämmung führen kann. Im Wesentlichen hängt der so kommulierte Korrekturwert von den folgenden Faktoren ab: Wie dick soll die Dämmschicht ausgeführt werden? Dies wird i.d.R. durch den Wärmeschutznachweis festgelegt. Aus welchem Material soll die Dämmschicht bestehen? Unterschiedliche Materialien besitzen unterschiedliche Wärmeleitfähigkeiten und Schwingungseigenschaften. Typische Materialien sind: EPS-Hartschaumplatten, elastifizierte EPS-Hartschaumplatten, Mineralwolle-Lamellenplatten und Mineralwolle-Putzträgerplatten. Mit welchem Flächenanteil werden die Dämmstoffplatten mit der Wandschale verklebt? Typische Klebeflächenanteile sind 40%, 60% und 100%. Wird die Termohaut zusätzlich in die Wand verdübelt? Dies kann besonders bei größeren Fassadenflächen notwendig sein.
Bis vor kurzen war es nicht möglich, all diese Einflussgrößen in einer Rechenvorschrift zusammen zu fassen. Ggf. musste man auf Prüfzeugnisse einzelner Hersteller zurückgreifen, die im günstigsten Fall schalltechnische Messungen von Auszügen Ihrer Produktpalette anfertigen ließen.
Inzwischen liegen uns jedoch die Ergebnisse umfassender Versuchsreichen vor, die alle o.a. Variablen berücksichtigen. Hierbei können sich Korrekturwert von -10dB bis +23dB ergeben. Um unsere Kunden schon jetzt von dieser Entwicklung profitieren zu lassen, bieten wir die Berechnung von Außenwänden mit WDVS als Dienstleistung an. Zudem ist angedacht, diese Erkenntnisse in unsere Schallschutznachweis-Software “Pro Sonitus” einfließen zu lassen.
Einen Auzug aus einer Beispielberechnung finden Sie hier als PDF-Dokument:
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